Tiergestützte Bildung im Kontext des One Health-Ansatzes und der Sustainable Development Goals (SDGs) – eine Annäherung
Abstract
Keywords
Human-Animal Studies, Nachhaltigkeit, Tiergestützte Dienstleistungen, Tiergestützte Pädagogik, Tierethik
Empfohlene Zitierweise:
Ameli, Katharina (2025). Tiergestützte Bildung im Kontext des One Health-Ansatzes und der Sustainable Development Goals (SDGs) – eine Annäherung. Journal of Animal Law, Ethics and One Health (LEOH), 127-138. DOI: 10.58590/leoh.2025.011
* Dr. Katharina Ameli, Interdisciplinary Centre for Animal Welfare Research and 3R (ICAR3R), Justus-Liebig-Universität Giessen, Deutschland
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Mensch-Tier-Interaktionen in Bildung, Therapie und Förderung
- III. Interdependenzen zwischen dem One Health-Ansatz, Sustainable Development Goals und tiergestützter Bildung
- 1. Der One Health-Ansatz
- 2. Die Sustainable Development Goals (SDGs)
- 3. Intendierte und nicht-intendierte Aspekte der Ansätze
- IV. Fazit: Komplexität zulassen
I. Einleitung
Das 21. Jahrhundert sieht sich mit Mehrfachkrisen an der Schnittstelle von Menschen, Tieren und Natur konfrontiert, die eng mit Bildungsprozessen verknüpft sind. Eine wesentliche Kritik betrifft die anthropozentrische Perspektive, die Natur und Tiere besonders unter dem Aspekt des Nutzens für den Menschen betrachtet.[1]
Natur und Tiere werden dabei häufig nicht als eigenständige Lehrakteure wahrgenommen, sondern als eine in Bildungsprozesse integrierte Ressource. Zur Erweiterung dieser Perspektive wird eine stärkere Berücksichtigung der sogenannten Mehr-als-menschlichen-Welt im Sozialraum gefordert, welche mit einer deutlicheren Teilhabe und Gerechtigkeit für Menschen, Tiere und Naturen in der Gesellschaft einhergeht.[2] [3]
Als Lösungsansatz erfolgt in nationalen und internationalen Diskursen eine stärkere Ausrichtung auf transformative Bildungskonzepte. Diese implizieren, dass Fähigkeiten, Kompetenzen und Wissen sowie Lehren und Lernen im Anthropozän Tiere und Natur aktiv und passiv in eben diese Bildungsprozesse integrieren.[4] [5] [6] Der Lehrplan ist dabei durch ein offenes und erfahrungsgeleitetes Lernen zu gestalten, sodass die Lerninhalte über die reine Vermittlung von Wissen hinausgehen und folglich ethische und emotionale Verbindungen zur Natur und Tieren gefördert werden.[7] Die Inklusion von Tieren spielt eine zentrale Rolle, da sie ein ganzheitliches und emotionales Lernen zulässt. Interaktive Lernprozesse schärfen die multisensorische Wahrnehmung, eröffnen Perspektivenwechsel und ermöglichen Einblicke in die Erfahrungswelt anderer Lebewesen. Konkrete, didaktisch aufbereitete handlungsorientierte Lehr-/Lernformate schulen zudem die Perspektivenvielfalt. Nicht zuletzt wird die Komplexität der Verbundenheit von Menschen, Tieren und Naturen deutlich und erlaubt es, hierarchische Perspektiven auf Tiere und Naturen zu reflektieren.[8]
Ein konkretes Beispiel stellen professionalisierte Mensch-Tier-Interaktionen in pädagogischen Kontexten dar. Diese praktizieren, unter Einbezug eines Tieres, eine zielorientierte Aufbereitung von Lern- und Erlebnisreizen, welche lebenspraktische Kompetenzen und die (Persönlichkeits-)Entwicklung schulen. Zudem wird eine Förderung von sozialen Interaktionen in der Wechselbeziehung des Individuums mit seiner sozialen und natürlichen Umwelt angestrebt.[9] [10] [11] Tiergestützte Dienstleistungen, unter der tiergestützte Bildungsangebote subsummiert werden, erweisen sich als sehr vielfältig. So unterscheiden sich die verschiedenartigen Einsatzgebiete bezüglich der Zielgruppe von Kindern bis zu älteren Menschen. Die eingesetzten Tierarten sind dabei ebenso vielfältig wie die Angebote selbst,[12] [13] und Studien liefern vielfältige Hinweise auf positive Korrelationen der Interaktion mit Tieren und ihrem Einfluss auf die menschliche Gesundheit,[14] [15] Bindungserfahrungen[16] und dem Erfolg von Lehr-/Lernprozessen.[17]
Die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Tier und Umwelt lassen sich im Rahmen von tiergestützter Bildung im Kontext von Gesundheit und Bildung sichtbar machen und verdeutlichen enge Bezugspunkte zum One-Health-Ansatz und den Sustainable Development Goals (SDGs). So wird deutlich, dass die tiergestützte Bildung wesentliche Beiträge zur praktischen Umsetzung des One-Health-Ansatzes und der SDGs möglich macht.[18] [19] [20] Ein konkretes Beispiel sind (Lern-)Bauernhöfe, welche Sozialarbeit, Ökologie und Nachhaltigkeit miteinander kombinieren, um den Lebensraum der menschlichen und Mehr-als-menschlichen-Welt inklusiv miteinander zu gestalten.
Der Grundsatz des Einklangs von menschlicher, tierlicher und planetarer Gesundheit bedeutet allerdings, dass Fragen der Unerlässlichkeit des Einsatzes von Tieren ebenso zu integrieren sind, wie Belastungseinschätzungen und das individuelle Stresslevel von Tieren im Einsatz.[21]
Wenngleich die Bezüge des One-Health-Ansatzes und professionalisierte tiergestützte Dienstleistungen bereits miteinander in Zusammenhang gebracht wurden,[22] [23] zeigen sich tiefergehende Analysen an der Schnittstelle tiergestützter Bildung, Nachhaltigkeit und dem One-Health-Ansatz noch weitgehend randständig. Insbesondere die intendierten und nicht-intendierten Interdependenzen zwischen tiergestützten Dienstleistungen, dem One-Health-Ansatz und den SDGs bilden derzeit noch einen blinden Fleck. Intendierte Effekte beziehen sich dabei auf beabsichtigte, geplante und erwünschte Wirkungen von Handlungen oder Maßnahmen, während nicht-intendierte Effekte ungeplante oder unbeabsichtigte Effekte sind, welche sich an den Schnittstellen ergeben.
An diesem Punkt setzt der vorliegende Aufsatz an: Er geht der Frage nach, welche Bezugspunkte sich für Mensch-Tier-Interaktionen in der Bildung im Kontext von One Health und den SDGs ergeben. Hieran anknüpfend werden deren Zusammenhänge im Theorie-Praxis-Transfer verdeutlicht. Hierfür wird an einem konkreten Beispiel eines Bauernhofs nachgezeichnet, welche engen Bezüge und Beiträge sich zwischen tiergestützter Bildung, One Health und den SDGs ergeben.
II. Mensch-Tier-Interaktionen in Bildung, Therapie und Förderung
1. Historische Verortung
Der historische Startpunkt des Einsatzes von Tieren im sozialen Bereich ist gegenwärtig nicht abschließend geklärt. Es existieren jedoch Aufzeichnungen, die verdeutlichen, dass Tiere bereits früh in therapeutische Settings einbezogen wurden. Beispielsweise wurde im 18. Jahrhundert durch schriftliche Aufzeichnungen des sogenannten York Retreat auf den Einsatz von Tieren hingewiesen. Ein Teil dieses Programms war es, Menschen mit psychischen Erkrankungen einen regelmäßigen Kontakt zu Tieren zu ermöglichen.[24] Einen Aufschwung erfuhr das Feld dann in den 1960er Jahren. Mit der Arbeit von Boris M. Levinson[25] begann eine differenzierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit tiergestützten Dienstleistungen, die im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Begrifflichkeiten durchliefen.[26]
Die verstärkte Hinwendung zum Thema führte im weiteren Verlauf in den USA im Jahre 1977 zur Gründung der Delta Society (heute Petpartners) sowie zur Gründung der International Association of Human-Animal Interaction Organizations (IAHAIO).[27]
Die Bezeichnungen von tiergestützten Angeboten unterliegen auch heute noch nicht einheitlich geregelten oder standardisierten Vorgaben. In den letzten Jahrzehnten hatte sich zunächst der Begriff der tiergestützten Interventionen durchgesetzt. Diese wurden in ihren Tätigkeitsprofilen in tiergestützte Aktivität, tiergestützte Therapie und tiergestützte Pädagogik unterteilt.[28] Im Jahre 2024 gelangten die IAHAIO und die Animal Assisted Intervention International (AASI) jedoch zu der Einschätzung, dass die Vielzahl der verwendeten Begrifflichkeiten dem Professionalisierungsbestreben tiergestützter Angebote entgegensteht. In Anlehnung an die Etablierung internationaler Standards wurde daher vorgeschlagen, den in Deutschland bereits seit 2012 empfohlenen Begriff der tiergestützten Dienstleistungen [29] zu etablieren, der alle tiergestützten Angebote unter einem Dach zusammenfasst. Eine weitere Unterteilung erfolgte sodann in Animal Assisted Treatment, Animal Assisted Education und Animal Assisted Support Programs. Nunmehr haben alle Tätigkeitsbereiche gemeinsam, dass Anbietende eine Weiterbildung für die Ausübung von tiergestützten Angeboten absolviert haben müssen, und dass das eingesetzte Tier spezifisch trainiert worden ist.[30]
2. Triade aus Mensch, Tier und Klient:innen
Die Triade aus Mensch, Tier und Klientinnen und Klienten stellt eine Grundbasis des professionalisierten Handelns dar, da alle an der Interaktion beteiligten Akteure Bedürfnisse einbringen.[31] Dabei darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass Tiere und Menschen gleichermaßen Stress und Belastungen empfinden können. Der Blick auf das Tier ist dabei besonders wesentlich, da das Stressempfinden von Tieren von individuellen und umweltbezogenen Aspekten abhängig ist. Individuelle Parameter zur Stressbelastung bei Tieren beschreiben beispielsweise Genetik, Charakter oder Gesundheitszustand, während Umwelteinflüsse eine etwaige soziale Unterstützung durch Artgenossen, das Vorhandensein von Fluchtmöglichkeiten sowie die Berücksichtigung von Bedürfnissen meinen.[32] Hierdurch sind die Forschungen zur Wahrnehmung von Tieren als handelnde Subjekte sowie deren Schutz und Bedürfnisse in tiergestützten Settings vermehrt in den Fokus aktueller Forschung im Bereich tiergestützter Dienstleistungen gerückt.[33] [34] [35]
Die Besonderheit beim Einsatz von Tieren wird durch deren vielfältige Wirkungen auf Menschen in professionalisierten Mensch-Tier-Interaktionen untermauert. Neben physiologischen und psychologischen Wirkungen werden auch sozial-emotionale Wirkungen von Tieren auf den Menschen beschrieben. Beispielhaft können hier die Stabilisierung des Herz-/Kreislaufsystems, der Abbau von Einsamkeit oder Isolation sowie die Steigerung des eigenen Selbstbildes genannt werden.[36] Die Erklärung für diese Effekte stützt sich auf die Biophilie-Hypothese,[37] Annahmen der Du-Evidenz[38] sowie bindungstheoretische[39] und kommunikationstheoretische Ansätze.[40]
III. Interdependenzen zwischen dem One-Health-Ansatz, Sustainable Development Goals und tiergestützter Bildung
1. Der One-Health-Ansatz
Gegenwärtig existiert keine allgemeingültige Definition des One-Health-Ansatzes, welcher eine Interdependenz zwischen Gesundheit von Menschen, Tieren und dem Planeten beschreibt. Das US-amerikanische Center for Disease Control and Prevention und die One-Health-Kommission haben folgende Definition etabliert: „One Health ist definiert als ein kollaborativer, multisektoraler und transdisziplinärer Ansatz – der auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene arbeitet – mit dem Ziel, optimale Gesundheitsergebnisse zu erzielen und dabei die Wechselwirkungen zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und ihrer gemeinsamen Umwelt zu berücksichtigen.“[41]
Die American Veterinary Medical Association One Health beschreibt One Health als eine „gemeinsame Anstrengung verschiedener Fachdisziplinen, die lokal, national und global eine optimale Gesundheit für Menschen, Tiere und unsere Umwelt erreichen möchten“.[42]
Die Gesundheit von Menschen, Tieren und dem Planeten spielt sowohl in der Lebensmittelsicherheit, so etwa durch die Bekämpfung von Hunger und gerechte Ressourcenverteilung, der Problematik der Antibiotikaresistenzen und der Bewältigung des Klimawandels, als auch in der Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern durch Verringerung von Zoonosen eine besondere Rolle.[43] [44]
Eine wesentliche Kritik richtet sich gegen die inhärente anthropozentrische Haltung. Zwar werden die Gesundheit von Tieren und des Planeten als wesentlich angesehen, doch eine differenzierte Perspektive zeigt, dass dieses Ziel einem übergeordneten Zweck dient, nämlich der menschlichen Gesunderhaltung. Es empfiehlt sich daher, das Konzept unter Einbezug von Interdisziplinarität und Intersektionalität zu reflektieren, um gegenseitige Abhängigkeiten und Ko-Konstitutionen von Menschen und Nicht-Menschen im Konzept zu verorten.[45]
2. Die Sustainable Development Goals (SDGs)
Die enge Verbundenheit von Menschen, Tieren und Umwelt zeigt auch die von den Vereinten Nationen verabschiedete Ausrichtung der Agenda 2030, worin politische, ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsziele formuliert wurden, welche in einen Aktionsplan integriert und bis zum Jahre 2030 erreicht werden sollen. Die darin integrierten 17 SDGs (1. Keine Armut, 2. Keine Hungersnot, 3. Gute Gesundheitschancen, 4. Hochwertige Bildung, 5. Gleichberechtigung der Geschlechter, 6. Sauberes Wasser und Sanitäre Einrichtungen, 7. Erneuerbare Energien, 8. Gute Arbeitsplätze und Wirtschaftliches Wachstum, 9. Innovation und Infrastruktur, 10. Reduzierte Ungleichheiten, 11. Nachhaltige Städte und Gemeinden, 12. Verantwortungsvoller Konsum, 13. Maßnahmen zum Klimaschutz, 14. Leben unter Wasser, 15. Leben an Land, 16. Frieden und Gerechtigkeit, 17. Partnerschaften zur Zielerreichung) wurden im Jahr 2015 verabschiedet, und dienen allen Staaten, Zivilgesellschaften, der Wirtschaft, der Wissenschaft und Einzelpersonen als ein Wegweiser in Richtung einer nachhaltigen und gesunden Welt. Die handlungsleitenden Prinzipien der SDGs werden in der Präambel der Agenda 2030 als „people, planet, prosperity, peace und partnership“ benannt. Diese sogenannten 5 Ps sind eng mit den Dimensionen von Nachhaltigkeit (Soziales, Ökologie, Ökonomie) verbunden und mit Frieden und internationaler Zusammenarbeit in ein gemeinsames Konstrukt überführt.
Ähnlich wie die Ausrichtung des One-Health-Ansatzes zeichnen sich die Prinzipien der Agenda 2030 und die ihnen untergeordneten SDGs weitgehend dadurch aus, dass der Mensch (people) in den Mittelpunkt gestellt wird mit dem Ziel, Hunger und Armut zu bekämpfen und Gesundheit, Gleichheit, Bildung und sauberes Wasser zu gewährleisten. Tiere und Umwelt werden hingegen unter „Planet“ subsumiert, jedoch ohne deren explizite Partizipation zu benennen. Dies wird stark kritisiert, da Tiere dadurch sozial als Objekte konstruiert und ihre Nutzung im Sinne des Menschen statuiert werden.[46]
Im Gegensatz dazu kann der in der Präambel genannte Wohlstand (prosperity) angeführt werden. Dieser beschreibt die Schaffung eines guten Lebens für alle – in Form von Freiheit und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit.[47] In einer breiteren Rezeption eröffnet dieses Verständnis die Partizipation und das Wohlbefinden menschlicher und nicht-menschlicher Akteure gleichermaßen.
Dennoch zeigt sich, dass gegenwärtig noch eine unzureichende Berücksichtigung der intendierten und nicht-intendierten Interdependenzen zwischen den SDGs und Tieren besteht. Keeling et al. haben darauf hingewiesen, dass auch die SDGs weitgehend anthropozentrisch formuliert sind, und damit die Interessen von Tieren nur unwesentlich berücksichtigen. Zugleich ergibt sich aus Sicht der Autorinnen eine Korrelation zwischen der Erreichung des Tierwohls und der SDGs.[48] Aus diesem Grund sei eine Neuinterpretation der SDGs angezeigt, sodass explizit tierliche Bedürfnisse und Agency berücksichtigt werden.[49] [50] Die Einbeziehung tierlicher Agency, wie sie etwa von Meijer und Bovenkerk gefordert wird, entspricht auch dem Paradigma einer „multispecies education“.[51] Diese beschreibt einen Lernprozess, der relational, kontextgebunden und zwischen Spezies vernetzt stattfindet. Diese Perspektive geht folglich über eine bloße Einbeziehung von Tieren als „therapeutisches oder pädagogisches Mittel“ hinaus und fordert, Tiere als eigenständige Subjekte mit Wahrnehmungen, Handlungsspielräumen und Lernimpulsen ernst zu nehmen. Die ethische Berücksichtigung von Tieren baut auf der Anerkennung einer Agency auf, welche die Perspektiven und die Handlungsfähigkeit von Tieren berücksichtigt. Das bedeutet, dass Tiere nicht nur Objekte menschlicher Fürsorge, sondern eigenständige Subjekte sind, welche eigene Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten haben. Diese Fähigkeiten sind nicht an menschliche Rationalität gebunden, sondern spiegeln individuelle und spezifische Ausdrucksformen und Lebensweisen wider. Folglich sind im Rahmen der SDGs auch die sozialen, politischen und ökologischen Kontexte, in denen Tiere leben, zu inkludieren.[52] Diesem Ansatz folgt auch Hetzel, der Achtung und Respekt als Basiselemente versteht, die den Eigenwert von Lebewesen anerkennen und unabhängig ihres Nutzens für den Menschen erfassen. Das bedeutet, dass sich die affektive Haltung und das Aushandeln in konkreten Interaktionen zwischen Lebewesen ergibt, was konkret in Bildungskontexten aufgegriffen wird.[53] Eine Reflexion unter Einbezug der tierlichen Perspektive zeigt eine nicht konsistente und unzulängliche Inklusion von Tieren, weswegen wichtige Aspekte des One-Health-Ansatzes unberücksichtigt bleiben.
Aufgrund dieser unzureichenden Berücksichtigung von Tieren in den SDGs fordert Visseren-Hamakers ein 18. SDG, welches explizit die Aspekte animal health, animal welfare and animal rights berücksichtigt. Dadurch würden intendierte und nicht-intendierte Interdependenzen der Ansätze miteinander verzahnt.[54]
3. Intendierte und nicht-intendierte Aspekte der Ansätze
Aufgrund der bisherigen linearen Ausrichtung der Debatten im Kontext von One Health, den SDGs und der tiergestützten Bildung ist eine Betrachtung von intendierten und nicht-intendierten Aspekten der Ansätze kaum vorgenommen worden. Hierzu zählen beispielsweise zoonotische Erkrankungen, die unberücksichtigt geblieben sind, jedoch weitreichende Folgen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Planet haben. Gleichzeitig ist die Bedeutung des Einsatzes von Tieren in Bildungsprozessen aus deren Perspektive heraus noch nicht tiefergehend analysiert worden. Zwar zeigen sich Debatten zur Verbundenheit des One-Health-Ansatzes mit den SDGs;[55] [56] weitreichende und ganzheitliche Bezüge zu tiergestützter Bildung sind jedoch randständig geblieben,[57] obgleich sich relevante Überschneidungen der Ansätze ergeben.
Dies wird im Folgenden anhand eines konkreten tier- und naturgestützten Bildungskonzeptes verdeutlicht: Der Hof Pepino ist ein Bauernhof, der auf einer natur- und tiergestützten Konzeption basiert und in seiner Ausrichtung an der Schnittstelle des One-Health-Ansatzes, der SDGs und tiergestützter Bildung operiert. In seinem Selbstverständnis sind Sozialarbeit, Ökologie und Nachhaltigkeit miteinander verzahnt, sodass der Lebensraum der menschlichen und Mehr-als-menschlichen-Welt inklusiv miteinander verbunden ist. Dazu praktiziert der Hof eine biologisch-dynamische Landwirtschaft in Form einer inklusiven Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, und seine Lebenswelt wird von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowie den dort lebenden Tieren unter Einbezug der unbelebten Umwelt gestaltet. Seine biologisch-dynamische Landwirtschaft fördert eine nachhaltige Lebensmittelproduktion; kritisch ist jedoch anzumerken, dass das Konzept Tiere als Objekte integriert, die verdinglicht und als Nahrungsmittel verfügbar gemacht werden.
Zugleich werden natur- und tiergestützte Methodiken mit Nachhaltigkeit verknüpft, sodass sich Themen rund um Ernährung und Konsum interdisziplinär im Sozialraum reflektieren lassen. Denn Bauernhöfe, „in ihrer Vielfalt (…) mitsamt der sozio-kulturellen Einbettung und ihren ökologischen Voraussetzungen und Auswirkungen“[58] lassen die Thematisierung konventioneller und ökologischer Haltungen und Bedürfnisse von (Nutz-)Tieren auf Bauernhöfen ebenso zu, wie die handlungsorientierte und kritische Thematisierung des Verzehrs und Konsums von tierischen „Produkten“, wie beispielsweise Milch, Fleisch oder Eier.
Auf dem Hof Pepino ermöglichen der aktive und direkte Kontakt zu und mit Tieren und Pflanzen sowie die gleichzeitige Anleitung und Betreuung durch das (pädagogische) Fachpersonal (Erzieherinnen und Erzieher, Landwirtinnen und Landwirte, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter etc.) insbesondere Menschen mit Behinderungen, an einem Ort zu leben und zu arbeiten.
Darüber hinaus existieren Angebote, welche externen Besuchergruppen, wie beispielsweise Kindergartengruppen oder Schulklassen, handlungsorientierte Einblicke in die komplexen Zusammenhänge der nachhaltigen Produktion von (pflanzlichen) Lebensmitteln erlauben.
Ein wesentliches Ziel des Hofes Pepino besteht darin, das Bewusstsein für die Herkunft tierischer Lebensmittel zu schärfen und eine kritische Auseinandersetzung mit dem individuellen Konsumverhalten zu fördern. Der direkte Kontakt mit Tieren soll dazu beitragen, dass Lehren und Lernen über den Anbau, den Einkauf, die Zubereitung, das Kochen, die Präsentation, den Geschmack, den Verzehr und die Entsorgung von Lebensmitteln erfolgt.[59]
Die Konzeption des Hofs vereint so Natur, Tiere, Landwirtschaft, Sozialarbeit, Inklusion, Konsum und Gesundheit. Alle genannten Bereiche sind eng mit den SDGs verzweigt und fußen auf den Grundannahmen des One-Health-Ansatzes und ergänzen diesen um die kritische Perspektive.
Wenn wir uns darauf aufbauend allgemein den SDGs zuwenden, würde ein erster, analytischer Blick die tierliche Perspektive vermutlich vorrangig in zwei SDGs verorten: SDG 14 (Leben unter Wasser) und SDG 15 (Leben an Land).
Ein tiefergehender und ganzheitlich ausgerichteter Blick mit Fokus auf den One-Health-Ansatz und der tiergestützten Bildung erlaubt jedoch einen differenzierteren Blick, der in Abbildung 1 verdeutlicht wird und die intendierten und nicht-intendierten Interdependenzen der Ansätze und Zielsetzungen derselben aufzeigt. So zeigen sich in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Tierschutz und Inklusion für Menschen und Tiere gleichermaßen enge Schnittmengen.
Der Transfer der tierlichen Perspektiven in die SDGs und eine Erweiterung der Ziele um tierliche Akteure mag auf den ersten Blick abstrakt wirken; verdeutlicht dennoch eine konsequente Umsetzung und Verzahnung des One-Health-Gedankens einerseits und der SDGs andererseits.
Abbildung 1 – Interdependenzen zwischen One Health, SDGs und tiergestützter Pädagogik
Neben den zunächst naheliegenden und verbindbaren SDGs zeigt sich in der tiefergehenden Analyse, dass weitere SDGs relevant sind. Deren Elemente bieten relevante Anknüpfungspunkte, um der Bedeutung von Tieren im Rahmen der SDGs und dem One-Health-Ansatz Rechnung zu tragen und auch ihre Perspektiven konkret zu inkludieren. Hierzu zählen: SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), 4 (hochwertige Bildung), 10 (weniger Ungleichheiten), 12 (nachhaltiger Konsum und Produktion), 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz), 14 (Leben unter Wasser), 15 (Leben an Land) und 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen).
Die Berücksichtigung von Tieren im Kontext der genannten SDGs ist gegenwärtig noch nicht abschließend diskutiert und erlaubt Potenzialeaus Tierschutz und Tierrecht in eben diesen zu vereinen.
Erneut bezugnehmend auf das Beispiel des Hofs Pepino wird konstatiert, dass die inklusive tierliche und menschliche Lebens- und Arbeitsgemeinschaft an SDG 4 anknüpft und die Relevanz von inklusivem Lehren und Lernen im Kontext von Natur, Tieren, Ernährung und Nachhaltigkeit verdeutlicht. Das Selbstverständnis des Hofs Pepino umfasst die Beseitigung von ökologischen, umweltbedingten und sozialen Ungerechtigkeiten, indem individuelle Weltsichten hinterfragt und das individuelle Handeln reflektiert wird. Die Schaffung von barrierefreien Lernräumen ermöglicht selbstgesteuertes Lernen, die Beteiligung an Tierpflege, das Lernen von tierlichem Verhalten und von Tierbedürfnissen sowie der kritischen Reflexion bestehender Muster und Routinen. Die emotionalen Zugänge über ein Lehren und Lernen mit allen Sinnen erlaubt zudem eine stärkere Hinwendung zur Kompetenzentwicklung im Kontext von Umweltbewusstsein, sozialer Verantwortung und Empathie sowie der Achtsamkeit gegenüber von Mitgeschöpfen.
Die benannten Prozesse erlauben Anknüpfungspunkte an SDG 3, das Gesundheit und Wohlbefinden um die tierlichen Akteure erweitert. In der Annahme, dass Kontakt zu Tieren und Natur psychische Stabilität fördert, Stress reduziert und soziale Kompetenzen verbessert, werden überdies kritische Bezüge zu SDG 12 und 13 deutlich. Die enge Verbundenheit mit Tieren, das Lernen nicht mit, sondern von ihnen, stellt eine Basis dar, im Sinne einer empathischen „humananimalischen Sozialität“[60] zu handeln (SDG 14 und 15). Konsum, Landwirtschaft, Haltungsbedingungen, Ressourcenknappheit und Kreisläufe werden kritisch – im Sinne eines handlungsorientierten Lernens – hinterfragt (SDG 10). Nicht zuletzt werden dabei (tierliche) Ernährung, zoonotische Erkrankungen oder die soziale Sicherheit im Sinne eines Wohlbefindens für alle integriert.
Die übergreifende Einordnung des SDGs 10 verdeutlicht zudem, dass die Inklusion von Tieren und Menschen das Ziel des Abbaus von Ungleichheit in den Blick nimmt, um eine artenübergreifende Gerechtigkeit im Sinne des SDGs 16 zu fördern.
IV. Fazit: Komplexität zulassen
Die Annäherung zwischen dem One-Health-Ansatz, den SDGs und der tiergestützten Bildung ermöglicht einen Perspektivwechsel, der eine Integration von tierlichen Sichtweisen zulässt und gleichzeitig den Weg für transformative Denkweisen ebnet. Dieses Vorgehen folgt einem holistischen Ansatz und Anspruch, um der Komplexität der Verbindung der Ansätze zu begegnen. Inter-, trans- und multidisziplinäre Zusammenarbeiten erweisen sich als notwendig, um die tierlichen Perspektiven zu integrieren.[61]
Die Interdependenzen der Ansätze werden zusammenfassend in der nachfolgenden Tabelle verdeutlicht:
| Bereich | One-Health-Ansatz | Sustainable Development Goal(s) | Tiergestützte Bildung |
|---|---|---|---|
| Gesundheit | Gesundheit von Mensch und Tier | SDG 3 | Förderung des menschlichen und tierlichen Wohlbefindens |
| Bildung | Aufklärung Tierwohl, Umwelt, Hygiene | SDG 4 | Lernförderung durch Tiere (handlungsorientiert, mit allen Sinnen) |
| Tierschutz | Zentraler Aspekt | SDG 12, 13, 15 | Grundlage für tiergerechten Einsatz |
| Inklusion | Fokus auf Gemeinschaftsgesundheit | SDG 10 | Einsatz in Therapie und Sonderpädagogik |
Die Verbindung der komplexen Ansätze lässt neue Möglichkeiten und Chancen entdecken, Sozialraumorientierung umzusetzen und gleichzeitig den Kontakt zur Mehr-als-menschlichen-Welt in die eigene Lebenswelt zu integrieren. Dies eröffnet einen Sozialraum, der sich als ein Lehr-/Lernraum konstituiert und durch Achtsamkeit und Responsivität gegenüber Tieren charakterisiert ist. Interaktionen mit Tieren bedingen künftig ein Handeln, das durch eine Verstehens- und Verständigungskompetenz erzielt wird,[62] die intra- und interspezifisch ausgestaltet ist. Dies erlaubt schlussfolgend – und im Sinne einer Multispezies-Bildung – ethischen Konsum und nachhaltige Produktion sowie das Leben an Wasser und zu Land in seinen Ambivalenzen greifbar zu machen und bisher ungenutzte Potenziale im Bereich ökosozialer Arbeit auszuschöpfen. Hierzu zählt beispielsweise die Reflexion der Tiersicht und die Einnahme der Perspektive eines Tieres, sodass sich neue Wege in Theorie und Praxis eröffnen. Dies erlaubt schließlich, Tiere aktiv und partizipativ in den Sozialraum zu inkludieren und im Kontext der SDGs und des One-Health-Ansatzes angemessen zu berücksichtigen.
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[41] Siehe https://www.cdc.gov/one-health/about/index.html, zuletzt abgerufen am 14.08.2025 (Übersetzung der Autorin).
[42] American Veterinary Medical Association, One Health – OHITF Final Report (2008), zuletzt abgerufen am: 27.04.25, unter: https://www.avma.org/resources-tools/reports/one-health-ohitf-final-report-2008 (Übersetzung der Autorin).
[43] Waltner-Toews/Stiles/VanLeeuwen/Fraser, Veterinarians without Borders Vétérinaires sans Frontières – The first 10 years (2005-2015), Can Vet J, (2015) 56(8), 882-884.
[44] Okello/ Gibbs/Vandersmissen/Welburn, One Health and the neglected zoonoses – turning rhetoric into reality, Vet Rec, (2011) 169(11), 281-285.
[45] Ameli/Raimann/Krüger/Krämer, Linking One Health to 3R. Culture of Care as a bridge towards Russell and Burch’s highest goal: Replacement, Journal of Animal Law, Ethics and One Health (LEOH), (2024), 77-91, doi:10.58590/leoh.2024.005.
[46] Meijer/Bovenkerk, Taking Animal Perspectives into Account in Animal Ethics, in: Bovenkerk/Krulartz (Hrsg.), Animals in Our Midst: The Challenges of Co-existing with Animals in the Anthropocene, The International Library of Environmental, Agricultural and Food Ethics, 33 Cham: Springer VS, 2021, 49-64, https://doi.org/10.1007/978-3-030-63523-7_3.
[47] United Nations iLibrary, Sustainable Development Goals, zuletzt abgerufen am: 27.04.25, unter: https://www.un-ilibrary.org/content/sdgs.
[48] Keeling/ Tunón/Olmos/ Berg/Jones/Stuardo/Swanson/Wallenbeck/Winckler/Blokhuis, Animal Welfare and the United Nations Sustainable Development Goals, Frontiers in Veterinary Science, (2019) 6, 336, doi: 10.3389/fvets.2019.00336.
[49] Torpman/Röcklinsberg, Reinterpreting the SDGs: Taking Animals into Direct Consideration, Sustainability, (2021) 13(2), 843, 1-11, https://doi.org/10.3390/su13020843.
[50] Sebo/Verkuijl/Hötzel/Achakulwisut/Lima/Green, Sustainable development matters for animals too – Governments have a responsibility to recognize that, CABI One Health, (2022) 20, 1-2 https://doi.org/10.1079/cabionehealth20220002.
[51] Ameli (Fn. 3).
[52] Meijer/Bovenkerk (Fn. 46).
[53] Hetzel, Vielfalt achten – Eine Ethik der Biodiversität, Bielefeld: Transcript Verlag, 2024.
[54] Visseren-Hamakers, The 18th Sustainable Development Goal, Earth System Governance 2020 (3).
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[57] Keeling et al. (Fn. 48).
[58] Brunner/Künzli, Zur Bedeutung außerschulischer Lernorte im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung – illustriert mit einem Unterrichtsbeispiel zum Thema Tierhaltung/Fleischkonsum, in: Haubenhofer/Strunz (Hrsg.), Raus aufs Land. Landwirtschaftliche Betriebe als zeitgemäße Erfahrungs- und Lernorte für Kinder und Jugendliche, Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren, 2013, 90-116.
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[60] Wiedenmann, Moral und Gesellschaft: Elemente und Ebenen humananimalischer Sozialität, Wiesbaden: Springer VS, 2009.
[61] Ameli (Fn. 3).
[62] Kultusminister Konferenz/ Engagement Global, Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung, Bonn/Berlin (2015), zuletzt abgerufen am: 27.04.25, unter: https://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2015/2015_06_00-Orientierungsrahmen-Globale-Entwicklung.pdf.
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